LITTLE LOTUS Yoga mit Dani


Namaste und Herzlich Willkommen!

Yoga ist IN. Yoga ist längst ein Lifestyle geworden. Und warum? Weil Yoga wirkt. Immer und überall. Yoga ist Leben. Yoga schafft Raum zum Glücklichsein. In Dir!

Wir leben in einer Zeit, in der alles immer besser, größer und schöner werden muss. Krankheiten wie Burnout, chronische Rückenbeschwerden usw. sind leider schon fast normal geworden. 

Und jeder kennt das: wir haben nie genug Zeit, weil die Tage einfach so

schnell an uns vorüberziehen! Und wenn dann erstmal Kinder da sind, dann ist es ganz vorbei mit der Ruhe. Nein, das muss nicht sein! Egal, wie viel Zeit du täglich in deine Praxis investierst, Yoga wirkt schon mit dem ersten bewussten Atemzug. Yoga lenkt Deinen geschäftigen Geist wieder zu DIR zurück! Entscheide selbst, Dein Leben bewusster zu geniessen. Dein Leben wieder ein wenig zu entschleunigen. Gestresst zu sein, ist eine Entscheidung, die Du selber triffst. Und ganz nebenbei hilft Yoga Dir, Deinen Körper gesund und fit zu halten. Lass die Sonne in Dir scheinen, auch wenn es draussen regnet. Probier`s einfach aus!

 

Vinyasa Yoga ist ein dynamischer, kraftvoller und gleichzeitig sehr entspannender und ausgleichender Yogastil. Atem und Bewegung werden verbunden, so dass der Geist zur Ruhe kommt.

In meinem Unterricht lege ich größten Wert auf die Kreativität! Jede Stunde ist anders! Jeder Moment ist einzigartig! Ich lade dich ein auf eine spannende Reise näher zu dir selbst! Lerne jeden Augenblick zu dem kostbarsten deines Lebens zu machen!

 

 

YOGINIS BABY BLOG


TOP 10 TIPPS FÜR SCHWANGERE YOGINIS

Herzlichen Glückwunsch! Du bist schwanger und durchlebst gerade eine ziemlich aufregende Zeit. Nichts bleibt wie es war. Soviel ist schon mal klar. Du bist jetzt zu zweit, immer und überall. Und das bringt deinen Alltag wahrscheinlich ganz schön durcheinander. Obwohl die Geburt vielleicht erst in ein paar Monaten bevorsteht, bestimmt die Entwicklung deines Babys schon einen großen Teil deines Lebens: dein Körper verändert sich, deine Yogapraxis, deine Ernährung, im Prinzip dein ganzes Leben. Du bist bald nicht nur "einfach" eine Frau, die für sich selbst verantwortlich ist. Nein, du bist bald eine Mama. Und Mamas sind immer zur Stelle, wenns drauf ankommt, sie kümmern sich um alles, umsorgen ihre Liebsten und vergessen sich darüber ganz oft sogar selbst.


Bei so viel Veränderung ist es ganz natürlich, dass auch immer wieder Zweifel und Ängste hochkommen. Das ist ganz normal. Umso so schöner und wichtiger ist es durch die Yogapraxis ganz gezielt eine Ruheinsel zu schaffen, die nur dir und deinem Baby gehört. Hier kannst lernen alles Neue mit Freude anzunehmen. Du trittst in liebevollen Kontakt zu dir und deinem Baby, baust Kraft auf (um später den Maxicosi schleppen zu können), kultivierst Gelassenheit und die Fähigkeit zu vertrauen.


Auch wenn es immer so schön heisst: Schwangerschaft ist keine Krankheit... so müssen wir uns doch recht schnell eingestehen, dass wir durch den wachsenden Bauch und die Hormonumstellung, die unseren Körper plötzlich so seltsam weich und instabil werden lässt, echt eingeschränkt sind. Und das ist auch gut so. Gerade die aktiveren Mädels unter euch, werden durch die Schwangerschaft gewissermaßen endlich mal gezwungen einen Gang herunterzuschalten. Die Entwicklung des kleinen Erdenmenschens in dir verbraucht einen Großteil deiner Energie. Versuche nicht, dagegen anzukämpfen. Dein Baby verlangt viel Ruhe und vor allem deine Anpassung an diese neuen Umstände.


Ein spezieller Kurs für werdende Mamis ist dabei wohl das beste, was du dir und deinem Baby gönnen kannst. Hier können die meisten Schwangerschaftsbeschwerden gezielt "behandelt" werden oder sie treten gar nicht erst auf. Manchmal passt es aber zeitlich einfach nicht, du findest keinen Lehrer in deiner Nähe oder ein Kurs pro Woche ist dir nicht genug. Schliesslich wachst du jeden Morgen mit Verspannungen in den Schultern oder einem Ziehen im unteren Rücken auf!?

Heute möchte ich dir Mut machen durch verschiedene Modifizierungen der Körperhaltungen (Asanas) auch hin und wieder "normale" Yogaklassen (Basic Level ist empfehlenswert) zu besuchen.

Hier ein paar der wichtigsten Tipps für sicheres Üben in der Schwangerschaft. Schau dir am besten auch mein Video "YOGA FÜR SCHWANGERE - Sonnengruß Variationen" an. Hier findest du nicht nur einen modifizierten Sonnengruß A, den du auch neben all den nicht-Schwangeren wunderbar im Fluss deines Atem-Rhythmus üben kannst, sondern auch viele weitere Übungen, die du immer wieder zwischendurch einbauen kannst, wenn dir der reguläre Unterricht zu fordernd und einfach nicht mehr passend erscheint. Mit etwas Übung, lernst du dich sogar wieder zu entspannen und musst nicht mehr so viel nachdenken, ob du dies oder jenes nun darfst oder nicht.

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GEBURT-DAS ENDE EINER LANGEN REISE ZU DIR SELBST

MYSTERIUM GEBURT - WENN UNSERE VORSTELLUNGSKRAFT ENDET

Dann sehen sich die meisten werdenden Mütter mit den unterschiedlichsten Gefühlen konfrontiert. Die ganz große Freude über das baldige Babyglück wird manchmal von echter Angst, Unsicherheit und vielen Zweifeln überschattet. Jeder erzählt einem etwas anderes. Jeder hat gute Tipps parat. Doch wie es für dich werden wird, dein Kind zu gebären, das kann dir niemand wirklich sagen.

VIELE FRAGEN UND KEINE ANTWORTEN

Wie wird er wohl sein? Der große Tag X, der alles verändern wird. Der Tag, an dem du dein Baby endlich in die Arme schliessen darfst, es endlich anschauen und küssen kannst. Wie wird es aussehen, dein Kind, das neun Monate in deinem Bauch gewohnt hat? Wird es gesund sein? Und wie wird es dir dabei ergehen? Wirst du während der Geburt genug Kraft haben? Wirst du alles richtig machen? Wird es sehr weh tun? Und vor allem: wann wird es losgehen? Die Liste der Fragen ist endlos. Und Antworten gibt es eigentlich keine. Wir Frauen können nur eines tun: uns entspannen und der Natur ihren Lauf lassen.

DIE NATUR IST NICHT PLANBAR

Die Geburt eines Kindes ist eine Erfahrung, die mit nichts zu vergleichen ist. Die meisten Menschen sind es gewohnt, dass ihr Leben in einigermaßen geordneten Bahnen verläuft. Dass alles mehr oder weniger vorauszusehen ist, organisiert werden kann. Ein Kind zu bekommen ist da etwas völlig neues, einzigartiges und wunderbares - vielleicht gerade, weil es nicht planbar ist. Wir sind Teil der Natur, Teil der Schöpfung. Wir müssen vertrauen und uns ganz und gar hingeben. Und so vollbringen wir ein wahres Wunder. Wir schenken einem kleinen Menschenkind das Leben. Das kann unbeschreiblich schön sein. Oder uns mit tiefer Angst und großen Zweifeln erfüllen.

Wenn du dich für eine natürliche Geburt entscheiden konntest und nicht aus irgendwelchen Gründen einen terminierten Kaiserschnitt gewählt hast, dann stehst du vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben vor einer Situation, die du absolut nicht steuern kannst. In der du unermessliches Vertrauen in dich und die Natur legen musst. Vielleicht bereitet dir das ein mulmiges Gefühl im Bauch.
Du kannst dir die Rahmenbedingungen deiner Wunschgeburt zwar nach deinen Bedürfnissen aussuchen. Du kannst entscheiden, wo und mit wem du gebären möchtest und auch, ob du schmerzstillende Medikamente wie zum Beispiel eine PDA bekommen möchtest oder nicht. Aber viel mehr zu planen gibt es hier nicht. Und man sollte sich auch niemals zu sehr auf eine Variante versteifen, sondern vielmehr offen bleiben für unvorhersehbare Wendungen. Die Enttäuschung ist sonst möglicherweise groß.
Mein Traum von der Geburt meiner Tochter war eine romantische Hausgeburt - zusammen mit meinem Freund und meiner Hebamme. Ohne schmerzstillende Medikamente. Natürlichkeit um jeden Preis. Meinem Baby zuliebe.

HINGABE, VERTRAUEN, LOSLASSEN

Im Yoga üben wir uns immer wieder darin, das Steuer auch mal aus der Hand zu geben. Loszulassen. Ein Thema, das mich und meinen Unterricht schon lange begleitet. Warum? Vielleicht, weil es mir selbst auch nicht immer ganz leicht fällt, die Kontrolle meines Verstandes mal abzugeben. Mich in den Moment hineinfallen zu lassen, mich hinzugeben. Ganz und gar mit jeder Zelle meines Körpers. Dabei liebe ich diese Momente absoluter Entspannung und Ruhe. Das Gefühl eins zu sein mit dem Moment. In Shavasana genüsslich mit dem Boden zu verschmilzen und keinerlei störende Gedanken im Kopf zu haben. Das ist purer Frieden.

Manchmal sind sie da, diese wunderbaren Erlebnisse. Manchmal sucht man aber auch nach neunzig exzellenten Yogaminuten sein shanti shanti vergebens. Das ist dann zwar schade, aber kein Beinbruch. Was aber ist, wenn ich während der Geburt plötzlich nicht loslassen kann, total verkrampft bin, Angst bekomme, oder wenn mich die Situation einfach überfordert? Ein Zurück wird es dann nicht mehr geben. Den Einsatz einer PDA hatte ich abgelehnt, weil ich es unbedingt allein schaffen wollte. Aber werde ich auch die nötige Energie haben? Das Durchhaltevermögen? Wieder fehlen die Antworten. Wie soll ich etwas abschätzen, was ich selbst nie erlebt habe? Der Gedanke daran auf Kommando loslassen zu müssen wurde für mich die allergrößte Hürde auf dem Weg mein Kind zu gebähren.

HYPNOBIRTHING

Geburtsvorbereitende Unterstützung fand ich in dem Buch Hypnobirthing (weiter unten findest du den Link zu diesem Buchtipp). Eine Yoga-Freundin hatte es mir empfohlen und schon nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, wurde das Buch auch zu meiner Bibel. Emsig übte ich mich darin, täglich die empfohlenen Entspannungsübungen zu machen, damit die Geburt natürlich, leicht und bestenfalls sogar schmerzfrei werden würde. Meine Freundin durfte dank Hypnobirthing tatsächlich eine ganz stille Haus-Geburt voller meditativer Entspannung und ohne Schmerzen erleben. Das wollte ich auch!
Ich habe also täglich meditiert und geübt mich "auf Kommando" zu entspannen. Dazu praktizierte ich viel Prenatal-Yoga, entspannte mich in der Badewanne, machte lange Spaziergänge mit den Hunden und genoss den Austausch mit anderen Müttern und meiner Hebamme. All das hat meiner ängstlichen Seele sehr gut getan, so dass ich den großen Tag X am Ende voll freudiger Erwartung und ohne Bedenken begrüßen konnte.

WENN ALLES ANDERS KOMMT

Die Spannung stieg ins unermessliche als der errechnete Geburtstermin endlich gekommen war. Dank meiner persönlichen Geburtsvorbereitung fühlte ich nichts als freudige Aufregung. Keine Angst mehr. Meine Tochter hatte es allerdings nicht wirklich eilig das Licht der Welt zu erblicken. Die Tage kamen und vergingen ohne dass sich irgendetwas tat. Ich blieb entspannt und unternahm noch jede Menge Ausflüge in der Sonne, übte Yoga und wartete geduldig. An Tag zehn nach meinem errechneten Geburtstermin machte meine Hebamme dann einen kleinen Herz-Fitness-Check mit mir. Nachdem ich einige Minuten lang mit meinem riesigen Babybauch die Treppen ihres Reihenhäuschens rauf- und runterrennen musste, fiel der Herztest meines Babys leider nicht mehr so optimal aus. Ich musste zur weiteren Kontrolle ins Krankenhaus. Und da kam ich dann auch nicht wieder raus. Vorbei der Traum meiner romantischen Hausgeburt.

DIE GEBURT: AM ENDE STEHT NUR NOCH DAS LACHENDE GLÜCK

Zu allem Übel wurde ich am nächsten Morgen auch noch eingeleitet, weil man beschlossen hatte, dass es besser für meine Tochter wäre, nicht noch länger zu warten. Die Wehen, die dann einige Stunden später einsetzten haben mich fast umgebracht. Eingeleitete Wehen haben meist wenig mit natürlichen Wehen gemeinsam. Sie sind sehr viel intensiver und kommen in kürzeren Abschnitten, so dass kaum Zeit zum durchatmen bleibt. Alles, was ich mir in der Hypnobirthing-Vorbereitung erarbeitet hatte, war vergessen. Geburtsplaylist, Massageöl und Atemtechniken. An nichts davon konnte ich noch denken. Ich wollte einen Kaiserschnitt. Wollte nur noch befreit werden von dem Kind in meinem Bauch. Nach neun Stunden, die ein echtes Trauma hinterliessen, war unsere kleine Novalie dann endlich geboren. In dem Moment waren zwar all die Anstrengungen, die Mutlosigkeit und der Schmerz sofort verflogen. Das hatte ich schon oft gehört und genau so war es dann auch, als ich mein Baby zum ersten Mal auf meinem Herzen spürte. Wahnsinnig schön. Die traumatischen Erinnerungen aber blieben.


ANGST UND ZWEIFEL

Als ich wieder schwanger wurde, merkte ich ziemlich schnell, dass die Freude über ein zweites Kind ganz extrem von der Angst vor der Geburt überschattet wurde. Schliesslich musste es ja irgendwie wieder raus, aber einen Kaiserschnitt wollte ich immer noch nicht. Den Glauben an Hypnobirthing hatte ich nach dem ersten Geburtserlebnis komplett verloren. Schmerzfrei gebähren? Ohne Medikamente. Undenkbar.
In meinem Geburtsvorbereitungskurs für Mütter, die schon Kinder haben, erhielt ich einen Rat, der mich wieder etwas ruhiger werden liess und ich ärgerte mich fast ein wenig, dass ich die erste Geburt unbedingt allein und ganz natürlich erfahren wollte. So, wie es im Hypnobirthing-Buch beschrieben wird. Wenn ich die Zeit nochmal zurückdrehen könnte, würde ich den Einsatz schmerzstillender Medikamente nicht mehr so rigoros ablehnen. Ich würde offen dafür sein mir eine PDA geben zu lassen, wenn es mir selbst nicht mehr möglich ist, aus eigenem Antrieb zu entspannen. Ich habe mein erstes Baby trotz Einleitung ohne Medikamente bekommen - man sagte mir, darauf könne ich sehr stolz sein. Darum geht es aber nicht. Eine Geburt ist keine Leistung, die man gut oder schlecht erbringt. Sie ist eine Erfahrung, in der die unterschiedlichsten Faktoren aufeinandertreffen und dann ein Gefühl erzeugen, das immer nur subjektiv sein kann.

Mein Entschluss stand dann aber schnell fest: beim nächsten Kind gehe ich direkt ins Krankenhaus und ich würde es auch nicht um jeden Preis noch einmal ohne Betäubung versuchen wollen.


DEIN BABY KENNT SEINEN WEG UND SEINE ZEIT

Wieder war ich relativ gelassen als die Geburt kurz bevor stand. Zu gelassen vielleicht. Denn wiedermal kam alles anders als gedacht. Ins Krankenhaus habe ich es bei Lios Geburt nämlich gar nicht mehr geschafft. Am errechneten Geburtstermin kamen die ersten Wehen schon morgens, doch diesmal konnte ich sie ganz entspannt veratmen. Niemand hätte gedacht, dass es nun ernst werden würde. Schon gar nicht, weil es der ausgerechnete Tag war. Nur 3% der Kinder kommen "pünktlich". Ich habe das alles nicht wirklich ernst genommen.
Irgendwann am Abend wurde mir aber doch klar, dass die Wehen nicht einfach nur "Vorgeplänkel" sein konnten. Nicht ganz drei Minuten nachdem wir uns entschlossen hatten jetzt schnell ins Krankenhaus zu fahren, bekam ich meinen Sohn Lionel auf dem Teppich im Wohnzimmer zusammen mit meinem Freund und meiner Tochter. Wir mussten alle lachen und weinen. Da war er, der kleine Mann!

Diese Geburt war zwar auch nicht romantisch, weil ich den ganzen Tag noch alles mögliche erledigt hatte: morgens ein Zoobesuch, nachmittags eine Einkaufstour, danach noch schnell einen Babyschlafsack von Ebay Kleinanzeigen abgeholt, abends dann herumtelefoniert um einen Babysitter für Novalie zu suchen. Vergebens. Auch mein Freund hatte alle Hände voll zu tun um unsere Tochter zu versorgen. Keine Ruhe. Gar nicht. Lio ist quasi ganz nebenbei auf die Welt gekommen und hat uns endlich dazu gebracht, uns mal hinzusetzen und tief durchzuatmen.

ANGSTFREI GEBÄHREN

Dennoch stellte diese Blitz-Geburt für mich die absolute Versöhnung mit diesem Thema dar. Und ich habe meinen festen Glauben an das Funktionieren des Hypnobirthing-Konzepts wiedererlangt. Ich durfte am eigenen Leib erfahren, was ganz natürliche Geburtswellen im Gegensatz zu den eingeleiteten Wehen sind. Diese Wellen sind in entspannter Atmosphäre und voller Vorfreude auf das baldige Ankommen eines neuen Menschlein tatsächlich sehr gut zu bewältigen. Ich hatte zu keiner Zeit Schmerzen, von denen ich dachte, ich würde sie nicht aushalten können. Und hätte ich das Wirken dieser Wehen ernst genommen, so hätte ich meine romantische Hausgeburt erleben dürfen. Zudem hat mir das Buch zu einer unbeschreiblich schönen und intensiven ersten Schwangerschaft verholfen. Ganz egal, wie die Geburt schlussendlich verläuft. Es unterstützt dich darin, die eigenen Ängste, Sorgen und Zweifel einzutauschen gegen Vertrauen in dich und die Natur und es kann dir helfen mehr innere Ruhe und Gelassenheit zu kultivieren.

Welche Wendung eine Geburt auch immer nehmen mag, das Geburtserlebnis ist etwas, dass du niemals vergessen wirst. Und die Zeit der Schwangerschaft wahrscheinlich auch nicht. Hypnobirthing kann dir eine sehr wertvolle und wunderbare Unterstützung sein.

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Wenn eine Mutter geboren wird

Mit jedem Baby das auf die Welt kommt, wird auch eine Mutter geboren. Und das bedeutet für jede Frau, dass sie erstmal nicht mehr Frau ist, sondern eben Mutter. Die Veränderung, die das Leben mit Kind mit sich bringt, hat nicht mehr viel mit dem Leben zu tun, dass wir Frauen vor der Geburt gelebt haben. Vielleicht waren wir Ehefrau, Geliebte oder Freundin. Wir waren abenteuerlustig, spontan und flexibel. Jetzt sind wir "einfach" Mutter und alles andere tritt in den Hintergrund. So wie wir unseren Kindern das Leben geschenkt haben, schenken auch sie uns ein neues Leben.

 

Kein Wunder, dass viele Männer Angst davor haben, Kinder zu bekommen. Und irgendwie ist es wohl auch kein Wunder, dass sich so viele Paare in den ersten Jahren nach der Geburt trennen. Nichts ist mehr so wie es war. Und diese Veränderung scheint für viele Männer noch sehr viel dramatischer zu sein als für uns. Wir haben das Baby bekommen und unser Partner hat seine Frau verloren. Wir sind es, die eine göttliche Erfahrung machen durften. Wir sind Teil der Schöpfung! Unser Kind reifte in uns, durch uns. Wir haben ein neues Leben erschaffen. Und schon seit dem Tag der Befruchtung wachsen wir mit unserem Baby mit. Wenn wir es anschauen, blicken wir immer auch auf uns selbst.

 

Für viele Männer ist die Tiefe dieser Gedanken nur schwer nachzuvollziehen. Sie sehen einfach, dass wir nicht mehr die Frau sind, die wir vorher einmal waren. Das können wir auch gar nicht sein. Wir sind um eine göttliche Erfahrung reicher geworden. Unser Lebensmittelpunkt unser Baby ist. Natürlich möchte ich hier nicht verallgemeinern, da es sicherlich auch viele andere Formen des Zusammenlebens mit Kindern gibt. Doch klar ist, wer sich hauptsächlich um das Baby kümmert, schenkt diesem schutzbedürftigem Wesen normalerweise seine 100%ige Liebe und Aufmerksamkeit. Es ist nicht leicht, nochmal genauso viel Liebe für den Partner aufzubringen bzw. diese Liebe immer auch zu zeigen. Da fühlt sich Mann verständlicherweise schnell vernachlässigt, was es uns Frauen nicht unbedingt leichter macht. Man kann und sollte unseren Männern dafür keinen Vorwurf machen. Sicher wäre der ein oder andere bereit oder sogar sehr glücklich, könnte auch er nur einmal in das Gefühl eintauchen, dass eine Mutter erfüllt, wenn sie ihr Baby stillt oder einfach nur liebevoll im Arm hält.

Zusammen mit unserem Kind erfahren wir Zärtlichkeit und bedingungslose Liebe genauso wie schlaflose Nächte, unzählige volle Pampers und Kinderkrankheiten. Und wir werden uns bewusst, was es wirklich heisst, Verantwortung zu übernehmen. Wir entdecken ganz neue Seiten an uns. Koordination und Organisation sind plötzlich das A und O, denn das Leben stellt uns vor bisher ungeahnte Herausforderungen.


Während der Schwangerschaft durchlebten wir die unterschiedlichsten Phasen. Freude, aber auch Sorgen und Bedenken. Wir fühlten uns himmelhoch jauchzend und dann wieder zu Tode betrübt. Manchmal hatten wir vielleicht auch ein bisschen Angst. Alles drehte sich um den Tag der Geburt. Wie wird es wohl sein, diesem neuen Wesen das Leben zu schenken? Ich weiss noch ganz genau, dass meine Vorstellungskraft nicht viel weiter als bis zu diesem großen Tag reichte. Und niemand wusste, wann es endlich soweit sein wird. Ich dachte, damit werde ich auf jeden Fall die größte Hürde überwunden haben. Doch mittlerweile weiss ich: die eigentliche Arbeit fängt erst nach der Geburt an. Denn eine Mutter ist einfach immer zur Stelle. Es gibt eigentlich keine wirkliche Pause vom Muttersein.


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